Einschulungsverfahren

Seit einigen Jahren praktizieren wir ein Variante des Einschulungsverfahrens, das unseren neuen Erstklässlern insbesondere am Tag der Einschulung eine freudvolle Begegnung mit der Grundschule ermöglicht

Der Weg des Kindes zum Schuleintritt

Das Einschulungsverfahren (Schwerpunkte)

Vorwort:
Die Nahtstelle zwischen Kindergarten und Grundschule ist ein besonders sensibler Bereich, die nur dann erfolgreich überwunden werden kann, wenn die beiden Intitutionen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dies wurde in Oberstdorf schon vor über 30 Jahren erkannt, lange bevor die Kooperation vom Kultusministerium verordnet wurde. Im Laufe der Jahre wurden gemeinsam verschiedene Wege erprobt und teilweise wieder verworfen. Auch das derzeitig durchgeführte Verfahren ist nicht als Endprodukt zu sehen, sondern muss sich jedes Jahr von Neuem beweisen.

  • Treffen der Erzieherinnen und Erstklasslehrerinnen im November
    Bei diesem Treffen geht es hauptsächlich um inhaltliche Schwerpunkte zum Schuleintritt. Dabei werden die gemeinsamen Termine abgeklärt, weitergehende Vorschläge besprochen und Referenten zu relevanten Themen eingeladen.
  • Elternabende in den Kindergärten im November/Dezember
    Unter der Federführung der Erzieherinnen finden diese Elternabende in den jeweiligen Kindergärten zum Thema "Schulfähigkeit" statt. Dort ist auch die entsprechende Kontaktlehrerin der Grundschule für weitergehende Fragen anwesend.
  • Treffen Kindergärten - Grundschule
     Bei diesem Treffen wird der kommende gemeinsame Elternabend vorbesprochen und die folgenden Termine vorbereitet.
  • Elternabend in der Grundschule im Februar
     Ein weiterer Elternabend wird dann an der Grundschule durchgeführt, bei dem von Seiten der Grundschule wichtige Informationen über den Schulanfang gegeben werden. Doch auch die Erzieherinnen sind vertreten und gestalten eine symbolische "Übergabe".
  • Besuche des Lehrers im Kindergarten
    "Im März besuchen die Kontaktlehrerinnen (Für jeden Kindergarten ist eine Erst/Zweitklasslehrerin der Schule zuständig.) am Vormittag die verschiedenen Kindergärten. Ziel ist es, den Kindergarten als Bildungseinrichtung kennenzulernen und die Schulfähigkeit durch genaue Beobachtung der Kinder festzustellen. Im gemeinsamen Gespräch mit den Erzieherinnen können Hinweise über bestehende Freundschaften, Schüchternheit, Förderungen, Schwierigkeiten einzelner Kinder gegeben werden, die dazu führen sollen, den Schulanfang zu erleichtern und die für die Schule wichtigen Verhaltensweisen anzubahnen. Bei manchen Kindern wird es auch darum gehen. Problemfälle abzuklären und gegebenenfalls diese "zweifelhaften" Kinder - nach einem Beratungsgespräch - auf das Schulspiel zu verweisen, in dem das Kind genauer überprüft wird. Der Besuch der Lehrer wurde sowohl von den Kindergartenkindern als auch von den Erzieherinnen als sehr positiv erlebt und als äußerst effektiv bewertet."
  • Schulspiel: Zeitpunkt: April
    Dieses Diagnoseverfahren erfasst die grundlegenden Merkmale der Schulfähigkeit. Im Regelfall nehmen - wie bisher auch - die vorzeitigen und Kinder mit großen Auffälligkeiten daran teil; die Auswertung findet zusammen mit den Eltern, der Erzieherin und den beobachtenden Lehrern statt. Diese Überprüfung findet vor der Schulanmeldung statt, damit zur Anmeldung nur die Kinder zur Einschreibung kommen, die wirklich eingeschult werden.
  • Tag der Schulanmeldung im April
    "Dieser Tag soll ein Höhepunkt im Leben des Kindes sein. Die Schule bemüht sich, den Verwaltungsakt in den Hintergrund zu rücken und das Kind in den Vordergrund zu stellen. Das bis vor einigen Jahren durchgeführte Screeningverfahren (Kurzüberprüfung) wurde durch eine kinderfreundliche Spielsituation ersetzt. Die Prüfungsatmosphäre, die Eltern und Kinder schon monatelang vorher ängstigte und deren mögliche Inhalte zu Hause oft geübt wurden, wurde entschärft. Mit positiven Gefühlen können sich sowohl Eltern - in unterhaltsamer Plauderecke bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria - wie auch Kinder - beim Schuleschnuppem auf diesen neuen Lebensabschnitt freuen. Schuleschnuppern heißt: Die Kinder dürfen mit Freunden aus der Kindergartengruppe Unterricht miterleben. Ihre Vorfreude auf die Schule wird geweckt durch die etwa halbstündige Spielstunde, die ein Lehrer - im Beisein der Erzieherin - motivierend und interessant gestalten. Das Kind steht im Mittelpunkt dieses Tages."
  • Besuch der Kindergartenkinder in der Grundschule
    Ende des Schuljahres werden die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen die Schule besuchen und beim Unterricht in den 1. Klassen zuschauen und mitmachen.
  • Der Erste Schultag
    Der 1. Schultag findet Mitte September statt und wir wünschen allen Schulanfängern im Voraus einen guten Start an unserer Schule.
  • Besuch der Erzieherinnen in der Schule
    Im Oktober November besuchen eine Reihe von Erzieherinnen ihre Ehemaligen im Unterricht und können dabei beobachten, wie sich ihre Schützlinge entwickeln.